Raucherentwöhnung

Jeder Raucher kennt heute die gesundheitlichen Risiken des Rauchens: Herzinfarkt, Schlaganfall, Raucherbein, Krebs, Atemwegserkrankungen, Zahnfleischschwund und ausgefallene Zähne, und viele mehr. Dazu kommen noch Erscheinungen wie welke Haut, verminderter Geruchs- und Geschmackssinn. Tabakrauch enthält neben Nikotin über 4000 Chemikalien, davon über 40 krebserzeugende Substanzen und giftige Stoffe wie Teer, Formaldehyd, Benzol und Dioxin. Kein Wunder, dass die Mehrzahl der Raucher irgendwann den Entschluss fasst, mit dem Rauchen aufzuhören. Aber Rauchen birgt ein Suchtpotential, und jeder, der schon einmal versucht hat, aufzuhören, weiß das. Da ist einmal die körperliche Abhängigkeit: Nikotin regt die Freisetzung des Nervenbotenstoffes Dopamin an, der ein Gefühl von Freude und Glück auslöst, also für den Genuss verantwortlich ist, sowie des Nebenierenhormons Noradrenalin, das die Aufmerksamkeit und Konzentration erhöht. Sobald diese Gefühle nachlassen, zündet sich der Raucher die nächste Zigarette an. Und dann gibt es die verhaltensbedingte Gewöhnung. Beide Punkte müssen bei der Raucherentwöhnung berücksichtigt werden. Einige Raucher schaffen es allein, aber viele von ihnen werden wieder rückfällig, da sie mit den körperlichen Entzugssymptomen wie Konzentrationsstörungen, Nervosität, Unruhe, Schlafstörungen oder Hungergefühl nicht fertig werden und auch nicht gelernt haben, ihr Verhalten zu ändern. Diese Entzugserscheinungen erreichen nach drei bis vier Tagen ihren Höhepunkt und klingen nach drei bis vier Wochen ab.

 

Wie arbeite ich?

Ich arbeite in meiner Praxis erfolgreich mit Hypnose. Das Entwöhnungsprogramm besteht aus 1-3 Sitzungen, in denen sowohl der körperliche Aspekt der Sucht als auch die Verhaltensänderung berücksichtigt werden. Der Raucher analysiert mit mir zusammen die Hauptgründe für seine Sucht: Stress, Frust, Langeweile, Geselligkeit, Genuss, Gewohnheit, Anspannung, wegen der schlanken Linie, usw. Für diese Situationen soll er ein neues, gesünderes Verhaltensrepertoire erlernen, z.B. sich Gefühle von Freude, Glück, Genuss, auf andere Weise zu beschaffen. Er lernt außerdem Ersatzmechanismen für seine Hände und Entspannungs- und Stressbewältigungs-Strategien. Meist arbeite ich nach der Punkt-Schluss-Methode oder (selten) mit schrittweiser Entwöhnung. Die Punkt-Schluss-Methode ist erfolgreicher.

 

Generell arbeite ich bei Verhaltensänderungen positiv, also auf die Lösung, das Ziel hin orientiert, motivationssteigernd. Da man das Rauchen nicht zum Leben braucht, anders als z.B. das Essen, kann bei der Raucherentwöhnung auch mit negativen Suggestionen gearbeitet werden, und viele Raucher wünschen das. Dann erfolgt, wenn gewünscht, in 1-2 Sitzungen eine Phase der Stabilisierung, in der der Patient sich mit kritischen Situationen auseinandersetzt, in denen ihm das Nichtrauchen schwer fiel oder er einen Rückfall erlitten hat. Wenn er es möchte, kann er zur Unterstützung Selbsthypnose, Autogenes Training, Progesssive Muskelentspannung oder MBSR (Streßbewältigung durch Achtsamkeit) erlernen.